21.09.07

Rainbow Beach

Nach so netten Orten wie Cairns und Airlie Beach (der Hafen fuer die Whitsundays), schmiss uns der Bus nun an einem nicht ganz so netten Ort raus: windig, sandig, klein und langweilig. Und zwar so windig und sandig, dass man sich am ewig langen, sehr natuerlichen Strand nicht laenger als 25 Minuten aufhalten konnte. Absoluter Strand-Negativ-Rekord fuer uns.



Eine schoene Sache hat aber auch dieser Ort: die Carlo Sandblow, eine riesige 120 Meter hohe Sandduene direkt am Strand. Sie frisst sich durch den dahinter liegenden Wald und verschlingt jedes Jahr einige Meter hiervon. Besonder schoen ist es hier zum Sonnenuntergang...


Und da in ganz Australien alle Geschaefte schon um 5 schliessen und es um 6 Uhr dunkel wird, so auch hier, hat man in einem Mini-Kaff dann so gar nix mehr zu tun. Und wenn dann auch noch das Internetcafe des Hostels um 7 Uhr schliesst....ja, dann gehen alle Backpacker geschlossen zwischen 8 und 9 Uhr schlafen. Langeweile. Kaelte. Volle Hostels. Warum die Hostels an diesem Ort so voll sind (es gibt nur 2)? Nur weil hier eine billige Backpacker-Massenabfertigung a la Neckermann nach Fraser Island statt findet. Bestimmte Reisebueroketten bieten extrem billige Self-drive-Safaries fuer Fraser an, die fuer 3 Tage nur ca. 50 Euro kosten, aber zweifelhafte Nebenkosten und Versicherungen nach sich ziehen. Gut, dass Kathi und ich das gar nicht erst gebucht hatten und so ein bisschen schadenfroh dem eigenartigen Treiben dort zusehen konnten.

20.09.07

Sailing around the Whitsunday Islands

Diese Aktion war ein echter Backpacker-, bzw. Touriklassiker, aber einer, der jeden Cent wert ist. In ganz Australien werden einem ueberall Segeltouren um die Whitsundays angeboten, auf den verschiedensten Booten, zwischen 1 und 5 Tage lang und zu den unterschiedlichsten Preisen. Ein gemeinsames Ziel aber haben alle diese Touren: den Whitehaven Beach, einer der Top3, wenn nicht der schoenste Strand weltweit! Das typische Foto, bzw. Postkarten- und Katalogmotiv kennt jeder. Es ist einfach das absolute Highlight.

Und so machten auch Kathi und Ich uns auf und buchten 2 Tage/2 Naechte auf der Siska. Unserem Budget angemessen hat das Boot eher Jugendherbergscharakter, aber der Trip wird uns unvergesslich bleiben! Nach 5 Tagen Windstille war der Wind zu unserem Glueck nun wieder aufgefrischt und so konnten wir mit stolzen 18 Knoten den Whitsundays entgegen segeln. Juhuu!!!! Wir waren ja noch nie zuvor gesegelt und so waren die ersten 10 Minuten in extremer Segler-Schraeglage etwas gewoehnungsbeduerftig, aber dann einfach nur noch ein riesen Spass. Unterdeck allerdings flog das gesamte Gepaeck unserer Gruppe durcheinander, dabei hielten wir uns aber an Deck um so bravuroeser.
Ersteinmal drei Stunden segelten wir durch das einzigartige Panorama der Whitsundays bis wir an unserem Schlafplatz fuer die Nachtankamen: durch die sattgruenen Inseln, das glasklare Wasser und unter blauem Himmel, den angenehm kuehlenden Wind staendig im Gesicht - einfach super!
Dazu im Hintergrund ein Mix aus House-, Chillout- und Backpackermusik, denn schliesslich hiess es schon zum Sundowner: it's beer o'clock. Nach 2 Schnorcheltouren am naechsten Tag, folgte dann endlich das Hightlight: wir legten quasi auf der anderen Seite des Whithaven Beaches, in der Tounge Bay an, danach folgt eine kleine Wanderung auf einen Huegel zum Hill Inlet Lookout, von wo wir diese wunderbaren Postkartenbilder machen konnten, bevor wir nun endlich am Strand unserer Traeume ankamen und baden gingen. Wie schoen. Als wir ankamen, verliessen die letzten Touristen grade den Strand und wir hatten den gesamten noerdlichen Whitehaven Beach fuer ueber 2 Stunden nur fuer uns, also fuer unsere Gruppe von 19 Leuten, aber selbst das war einfach unglaublich. Anschliessend segelte uns unser Skipper Pete und unser Segler Sammy noch einmal um die Whitsunday Island zum naechsten Schlafplatz, waehrend Kezza uns erneut ein wundervolles Abendessen brutzelte. Das war wohl fast ein perfekter Tag, bis auf unseren morgendlichen Motorschaden, den Pete aber bald beheben konnte. Sail away...

16.09.07

Kuranda - im Regenwald

Wie auch in Asien wollen wir uns ja auch diesmal wieder ein umfassendes Bild machen. Nach Stadt, Strand und Unterwasser, was fehlt da noch? Ja genau, ewiger Favorit Kathi's: Regenwald und Tiere ueber Wasser. Also, nix wie hin nach Kuranda, einem Touristenort in den regenwaldbedeckten Bergen um Cairns, in dem es die sogenannten Koala Gardens gibt, einen kleinen Zoo mit australischen Tieren.


Aber schon die Anreise dort hin ist eine Attraktion. Noerdlich von Cairns startet eine spektakulaere, 7,5 km lange Seilbahn und erklimmt die sattgruenen Gipfel bis nach Kuranda. Schweben ueber den Daechern des Regenwald mit fantastischen Ausblicken. Zwischendrin gibt es 2 Stationen, an denen man aussteigen kann, eine mit einem Rainforest Walk und eine mit Ausblick auf die bekannten Barron Falls Wasserfaelle und Regenwaldinformationszentrum - sogar auf deutsch.

Nach ca. 4 Stunden Aufenthalt im Ort, in dem es auch viele Maerkte mit unzaehligen Souveniers gibt und selbstverstaendich langer Zeit bei den ganzen Tieren, wie Krokodilen, Wallabies und Wombats (Bilder unten),faehrt man dann mit einer Art Museumseisenbahn auf einer 100 Jahre alten Strecke wieder ins Tal nach Cairns, vorbei an einigen Wasserfaellen und Aussichtspunkten. Richtig idyllisch.

Das Tollste aber waren die Tiere und deshalb hier jetzt mal einige Eindruecke davon, zum neidisch werden auch ganz suesse Koala-Bilder: