05.10.07

The Alice

Frueher stand in Alice Springs bloss eine Telegrafenstation, heute ist die Stadt mit ca. 25 000 Einwohnern quasi die Metropole des Outback. Die meisten Leute bleiben aber nicht lange hier, es ist doch ein bisschen heiss und haesslich, aber lustig kann es trotzdem sein. Und so feierten wir in Alice im Bojangle's den Abschied von unserer genialen Reisegruppe, sowie den Geburtstag einer Mitreisenden, nachdem wir uns aber tagsueber noch ein wenig die Stadt vom Anzac Hill aus und den Royal Flying Doctor Service angesehen hatten. (den aelteren Semstern vielleicht noch aus der Serie "die fliegenden Aerzte" bekannt)






Am naechsten Morgen besuchten wir dann noch ein Kanguruhwaisenhaus, dass ganz hingebungsvoll von einem australischen Paaerchen geleitet wird. Denn wenn Kaenguruhmuetter auf den Highways angefahren werden, haben sie oft noch ein kleines Kaenguruhbaby im Beutel, das ueberleben kann. Allerdings nur wenn es von Menschen aufgezogen wird. Das wichtige daran ist, das Kaenguruh moeglichst schnell in einen Beutel (Kissenbezug) zu setzen und an sich zu druecken. Kaenguruhbabies brauchen naemlich ganz viele Kuscheleinheiten und da sie die gleiche Koerpertemperatur wie Menschen haben, koennen diese die Arbeit uebernehmen. Deswegen hat das Waisenhaus mit seinen bis zu 75 Babies auch viele Freiwillige, die einfach nur zum Kuscheln eingesetzt werden. Haette man nicht gedacht...

Kings Canyon

Der Kings Canyon steht so ein bisschen im Schatten einiger anderer Outback-Sehenswuerdigkeiten, hat uns aber durch seine ueber 100 m hohen Steilwaende sehr beeindruckt. Der 4-stuendige Kings Canyon Rim Walk fuehrte uns vorbei an bizarren Felsformationen und herrlichen Ausblicken, durch die Lost City und den Garden of Eden. Richtig schoen und nur ein bisschen anstrengend, so'n bisschen. Gut, dass ich meine Hoehenangst ueberwunden hab...


04.10.07

The real Outback Experience

....swagging, camping, trekking, campfires and being dusty all day long. Nach 3-stuendiger Fahrt und kurzem Stopp zum Feuerholzsammeln kamen wir auf dem Campingplatz der Kings Creek Station, einer riesigen australischen Rinder- und Kamelfarm (es gibt ueber 1 Million Kamele im Outback) an und bezogen unsere Zelte. Hier wuerden wir nun die naechsten 2 Naechte campen, unter freiem Himmel essen und jede Nacht unendlich lange den wunderschoenen Sternenhimmel beobachten. Denn so deutlich wie hier - weit weg von jeglicher Zivilisation und kuenstlichem Licht - kann man die Sterne nur selten beobachten. Und so sassen wir ums Lagerfeuer und bestaunten die Milchstrasse, das Kreuz des Suedens und die Sternbilder. Tagsueber gab's dann viele Aktivitaeten zur Auswahl, von denen Kathi und Ich uns wegen der 36 Grad und stechender Sonne doch nur fuer Kamelreiten, Trekking und am Pool liegen entschieden. Gemeinsam erwanderte unsere Gruppe dann noch den nahegelegenen Kings Canyon, bevor wir uns auf den langen Weg ueber den Stuart Highway nach Alice Springs machten. Nicht jedoch, ohne noch Dinky den singenden (und klavierspielenden) Dingo in Jim's Place (sieheVideo) gesehen und ein neugieriges Emu an einer Tankstelle angetroffen zu haben. Ist doch klar, oder?

(Dinky ist als Waisenhund zu Jim gekommen und fing auf einmal an mitzuheulen, als Jim's Toechster Klavier spielten. Das war ab dann immer so. Heute ist Dinky weltberuehmt und war Star unzaehliger Zeitungsartikel und Fernsehberichte. Dingos koennen uebrigens nicht bellen...)

02.10.07

Uluru and Kata Tjuta

Mitten im Outback, fast in der Mitte des Kontinents, wo es nur noch rote Wueste gibt, erheben sich 3 beeindruckende Naturphaenomene: der Tafelberg Mount Conner, die riesige Monolithenansammlung Kata Tjuta und natuerlich der wohl beruehmteste aller Monolithen: Uluru. Alles in Rot. Seit das Land, auf dem sich der Uluru-Kata Tjuta Nationalpark befindet Anfang der 80er Jahre wieder an seine urspruenglichen Besitzer, das Volk der Anangu, zurueckgegeben wurde, sollten die englischen Bezeichnungen Ayers Rock und the Olgas nicht mehr verwendet werden.



Lange hatten wir ueberlegt, ob wir diesen kostspieligen Ausflug ins innere des Kontinents nun unternehmen sollten oder nicht, und schon beim ersten Anblick von Uluru hatte sich jeder Cent gelohnt. Nachdem uns unsere Connections Adventures-Gruppe (sowas wie youngline, aber international) vom Flughafen abgeholt hatte, und wir uns an die trockene ca. 35 Grad warme Luft gewoehnt hatten, machten wir uns sofort auf um Kata Tjuta zu erwandern. Diese bizarre Steinformation, ca. 30 km von Uluru entfernt, besteht aus einer Vielzahl von abgerundeten Felsen und scheint sich staendig zu veraendern. Auf einer Wanderung in den Olga Gorge lernten wir dann gleich die unheimlich freundliche Gruppe besser kennen, mit der wir nun fuer die naechsten 4 Tage reisen wuerden.



Und schon stand auch das naechste Highlight auf dem Programm: sunset watching am Uluru. Das tolle an dieser Aktion ist, das man deutlich sieht, wie die Sonne, je nach Einstrahlung die Farben des Ulurus veraendert. Los geht es mit einem knalligen Orange, welches sich ueber dunkler werdende Rottoene bis in ein Kohlebraun verwandelt. Dazu ganz stilecht: Billigwein aus Plastikbechern und ein paar kleine Snacks, liebevoll vom Reiseleiter Lee serviert. Mit uns befanden sich natuerlich noch ca. 10 andere Busse am sunset viewing point, was aber die Atmosphaere dieses Spektakels nur wenig beeinflusste. Um auch nix zu verpassen, hiess es dann am naechsten Morgen: Um 04:45 Uhr Aufstehen und los zum sunrise viewing. 05:30 Abfahrt zum Sonnenaufgang um 06:21 Uhr, bei dem sich quasi das ganze Sonnenuntergangs-Szenarion rueckwaerts abspielte. Und so standen wir alle noch etwas muede mit einem Pancake in der Hand auf der anderen Seite des Uluru und freuten uns ueber erneut wuenderschoene rotleuchtende Farbspiele vor knallblauem Himmel und gelb-gruenen Wuestengraesern. Anstatt Ausruhen war nun aber Hochleistungssport angesagt. In sich schnell entwickelnder Hitze, wanderten wir in knapp 2 1/2 Stunden die 10 km um den Uluru. Der Monolith ist naemlich mit seinen 348m Hoehe und 3,6 km Laenge der zweitgroesste der Welt. Nun hatten wir ihn wirklich aus fast allen Perpektiven gesehen. Ausser von oben, denn eigentlich (!) ist das Besteigen des spirituell wichtigen Uluru von den Anangu nicht gern gesehen... aber Japaner halten sich an so was natuerlich nicht.





Uluru - Ayers Rock

Uluru zum Sonnenuntergang. Einfach nur noch atemberaubend schoen.

01.10.07

Melbourne - the city never sleeps

... und wir auch nicht in dieser einfach beeindruckenden Stadt. Da wir ja mit Studenten zusammen wohnten, erkundeten wir also ausgiebig das Nachtleben von Melbourne. Ausserdem arbeitete Lucy, die einzige weibliche Mitbewohnerin, in der Bar Percy's gleich um die Ecke, die einer Melbourner Football-Legende gehoerte, und wo wir immer Bier-Pitcher fuer 5 Dollar bekamen... und da Kathi und ich sowieso grad die heilige Wiesn verpassen, sangen wir eben in Melbourne: oans, zwoa, gsuffa! (Karl hatte uns ja letztes Jahr zur Wiesn besucht und war noch gut geuebt.

Ausserdem stand am Samstag das Sport-Gross-Ereignis des Jahres auf dem Programm: Das AFL Grand Final! Uns sagte dass erstmal auch nix, aber das ist aehnlich wie Pokalfinale, nur 10 mal so beliebt. Es spielten das Melbourne nahegelegene Geelong gegen das sich nicht im Staat Victoria befindliche Port Adelaide, weswegen natuerlich alle fuer Geelong waren. Und es geschah: waehrend Melbourne's Strassen wie leergefegt waren, brach Geelong alle Rekorde und gewann das Match mit ueber 110 Punkten Vorsprung. "We are Geelong, the greatest Team of the world".