09.10.07
Kunst und Kultur in Sydney
so langsam haben wir uns ans Thema rangearbeitet und am Ende unserer Reise war nun auch Kathi von der Notwendigkeit von ein wenig Kunst und Kultur ueberzeugt.
Ganz entspannt ging es am Freitag los, mit einem wirklich tollen Konzert der australischen Rockband Birds of Tokyo im
leicht alternativen Viertel Surry Hill. Die Band lieferte eine super Buehnenshow ab und riss alle Zuschauer in ihren Bann, uns auch. Absolut super Band, etwas Coldplay-artig, wir waren hellauf begeistert. Diese Band wird bald auf den Buehnen der Welt spielen, da waren wir uns einig. Weiter gings dann am Montag mit einem Besuch
im Museum of Contemporary Art, fuer das wir uns aber zeitweise einer Fuehrung anschlossen, denn oft wird einem der Sinn von zerschredderten IKEA-Moebeln nicht auf den ersten Blick bewusst. Genauso wenig wie orginalgetreue anatomische Gipsabdruecke des gesamten Koerpers der Kuenstlerin. Nach der Fuehrung allerdings konnten wir uns fast schon als Kunstkenner bezeichnen, Ann war wirklich klasse. So, ich hoffe eine leichte Steigerung ist nun schon erke
nnbar, denn jetzt kommt der Hammer: am Montag abend sahen wir uns dann im Sydney Opera House die Erstauffuehrung von Wagners Tannhaeuser an. Ja.... genau. Sogar auf Deutsch. Und wie sich herausstellte in einer aeusserst modernen Fassung, in der Amor ein mit Tatoos ueberzogener Wicht mit schwarzem Anschnalldildo ist. Ja... genau. Und ausser der kompletten Beate Uhse-Kollektion hatten die Taenzer und Saenger erst mal nix an. Das
war recht ueberraschend fuer ein Stueck, dass sich eigentlich aufs Mittelalter bezieht. Aber auch lustig. Ein Highlight war dann noch der Ausblick (siehe Foto), den wir in den 2 Pausen auf die Harbour Bridge hatten, bevor wir nach 4 Stunden (!) Auffuehrung recht erschoepft den Abend mit einem Weinchen in der Bar des Shangri-La abrundeten - mit erneuten Blick auf die Harbour Bridge, diesmal aber aus dem 32. Stock.
07.10.07
Sydney - from beach to beach
Sydney ist mit unzaehligen Straenden gesegnet, ein paar davon kann man auf dem Beachwalk von Coogee nach Bondi erwandern. Das machten wir doch gern, denn jeder dieser Straende ist anders und hat eine eigene Atmosphaere und Klientel. Coogee liegt ja nur ein paar Minuten von Luke's Haus entfernt und dann ging es ueber Clovelly Bay, Bronte Beach und Tamarama nach Bondi, wo wir uns nach 2-stuendigem Fussmarsch erstmal lecker fish+chips genehmigten und shoppten. Irgendwie fuehlt man sich hier nicht wie in einer 4-Millionen-Metropole...





05.10.07
The Alice
Kings Canyon
Der Kings Canyon steht so ein bisschen im Schatten einiger anderer Outback-Sehenswuerdigkeiten, hat uns aber durch seine ueber 100 m hohen Steilwaende sehr beeindruckt. Der 4-stuendige Kings Canyon Rim Walk fuehrte uns vorbei an bizarren Felsformationen und herrlichen Ausblicken, durch die Lost City und den Garden of Eden. Richtig schoen und nur ein bisschen anstrengend, so'n bisschen. Gut, dass ich meine Hoehenangst ueberwunden hab...
04.10.07
The real Outback Experience
....swagging, camping, trekking, campfires and being dusty all day
long. Nach 3-stuendiger Fahrt und kurzem Stopp zum Feuerholzsammeln kamen wir auf dem Campingplatz der Kings Creek Station, einer riesigen australischen Rinder- und Kamelfarm
(es gibt ueber 1 Million Kamele im Outback) an und bezogen unsere Zelte. Hier wuerden wir nun die naechsten 2 Naechte campen, unter freiem Himmel essen und jede Nacht unendlich lange den wunderschoenen Sternenhimmel beobachten. Denn so deutlich wie hier - weit weg von jeglicher
Zivilisation und kuenstlichem Licht - kann man die Sterne nur selten beobachten. Und so sassen wir ums Lagerfeuer und bestaunten die Milchstrasse, das Kreuz des Suedens und die Sternbilder. Tagsueber gab's dann viele Aktivitaeten zur Auswahl, von denen Kathi und Ich uns wegen der 36 Grad und stechender Sonne doch nur fuer
Kamelreiten, Trekking und am Pool liegen entschieden. Gemeinsam erwanderte unsere Gruppe dann noch den nahegelegenen Kings Canyon, bevor wir uns auf den langen Weg ueber den Stuart Highway nach Alice Springs machten. Nicht jedoch, ohne noch Dinky den singenden (und klavierspielenden) Dingo in Jim's Place (sieheVideo) gesehen und ein neugieriges Emu an einer Tankstelle angetroffen zu haben. Ist doch klar, oder?
(Dinky ist als Waisenhund zu Jim gekommen und fing auf einmal an mitzuheulen, als Jim's Toechster Klavier spielten. Das war ab dann immer so. Heute ist Dinky weltberuehmt und war Star unzaehliger Zeitungsartikel und Fernsehberichte. Dingos koennen uebrigens nicht bellen...)
02.10.07
Uluru and Kata Tjuta
Mitten im Outback, fast in der Mitte
des Kontinents, wo es nur noch rote Wueste gibt, erheben sich 3 beeindruckende Naturphaenomene: der Tafelberg Mount Conner, die riesige Monolithenansammlung Kata Tjuta und natuerlich der wohl beruehmteste aller Monolithen: Uluru. Alles in Rot. Seit das Land, auf dem sich der Uluru-Kata Tjuta Nationalpark befindet Anfang der 80er Jahre wieder an seine urspruenglichen Besitzer, das Volk der Anangu, zurueckgegeben wurde, sollten die englischen Bezeichnungen Ayers Rock und the Olgas nicht mehr verwendet werden.
Lange hatten wir ueberlegt, ob wir diesen kostspieligen
Ausflug ins innere des Kontinents nun unternehmen sollten oder nicht, und schon beim ersten Anblick von Uluru hatte sich jeder Cent gelohnt.
Nachdem uns unsere Connections Adventures-Gruppe (sowas wie youngline, aber international) vom Flughafen abgeholt hatte, und wir uns an die trockene ca. 35 Grad warme Luft gewoehnt hatten, machten wir uns sofort auf um Kata Tjuta zu erwandern. Diese bizarre Steinformation, ca. 30 km von Uluru entfernt, besteht aus einer Vielzahl von abgerundeten Felsen und scheint sich staendig zu veraendern. Auf einer Wanderung in den Olga Gorge lernten wir dann gleich die unheimlich freundliche Gruppe besser kennen, mit der wir nun fuer die naechsten 4 Tage reisen wuerden.
Und schon stand auch das naechste Highlight auf dem Programm: sunset watching am Uluru. Das tolle an dieser Aktion ist, das man deutlich sieht, wie die Sonne, je nach Einstrahlung die Farben des Ulurus veraendert. Los geht es mit einem knalligen Orange, welches sich ueber dunkler werdende
Rottoene bis in ein Kohlebraun verwandelt. Dazu ganz stilecht: Billigwein aus Plastikbechern und ein paar kleine Snacks, liebevoll vom Reiseleiter Lee serviert. Mit uns befanden sich natuerlich noch ca. 10 andere
Busse am sunset viewing point, was aber die Atmosphaere dieses Spektakels nur wenig beeinflusste. Um auch nix zu verpassen, hiess es dann am naechsten Morgen: Um 04:45 Uhr Aufstehen und los zum
sunrise viewing. 05:30 Abfahrt zum Sonnenaufgang um 06:21 Uhr, bei dem sich quasi das ganze Sonnenuntergangs-Szenarion rueckwaerts abspielte. Und so standen wir alle noch etwas muede mit einem Pancake in der Hand auf der anderen Seite des Uluru und freuten uns ueber erneut wuenderschoene rotleuchtende Farbspiele vor knallblauem Himmel und gelb-
gruenen Wuestengraesern. Anstatt Ausruhen war nun aber Hochleistungssport angesagt. In sich schnell entwickelnder Hitze, wanderten wir in knapp 2 1/2 Stunden die 10 km um den Uluru. Der Monolith ist naemlich mit seinen 348m Hoehe und 3,6 km Laenge der zweitgroesste der Welt. Nun hatten wir ihn wirklich aus fast allen Perpektiven gesehen. Ausser von oben, denn eigentlich (!) ist das Besteigen des spirituell wichtigen Uluru von den Anangu nicht gern gesehen... aber Japaner halten sich an so was natuerlich nicht.
Lange hatten wir ueberlegt, ob wir diesen kostspieligen
