29.09.07

All around Melbourne

Melbourne ist einfach toll, aber natuerlich gibt es auch hier in der Nahe noch eine ganze Menge Anderes zu entdecken.
Also fuhren wir zusammen mit Karl nach Phillip Island, einem Tierparadies, das uns sehr stark an Grossbritannien erinnerte. Ausserdem viel Wind, raue See, und unheimlich viel Gruen. So fuhren wir vorbei am Koala Park und besuchten dann eine Brutstaette von Moewen, die grade ganz viele Junge bei sich hatten. Ausserdem liessen wir uns natuerlich einen echt-australischen Sundowner nicht entgehen: Billig-Wein ("Goon") am Strand zu malerischem Sonnenuntergang. Das Highlight und der eigentliche Grund fuer unseren Besuch war aber die taeglich stattfindende "Penguin Parade". Denn jeden Abend kommen die Fairy Penguins, die kleinsten Pinguine der Welt, in grossen Gruppen ueber den Strand an Land gewatschelt, um hier die Nacht zu verbringen. Mit ca. 400 Schaulustigen schauten wir also begeistert den leicht verschreckten Pinguinen auf ihrem Weg in die Sandduenen zu. Teilweise waren wir bis auf 50 cm nah an ihnen dran. Wie sueeeeeeess!




Unser naechster Trip fuehrte uns dann bei Eiseskaelte, Hagel, Regen und viel Wind entlang der Great Ocean Road. Diese Strasse wurde nach dem 2. Weltkrieg dem Highway No. 1 in den USA nachempfunden und wie der Name schon sagt, direkt am Ozean gebaut. Er verband damals alle wichtigen Siedlungen miteinander und hatte vor allem die Aufgabe der Arbeitsbeschaffung. Spaeter sollte diese dann als Denkmal (groesstes Anitkriegs-Denkmal der Welt) dienen. Denn die Bauarbeiter bauten ihn auch in Erinnerung and die gefallenen Soldaten. Highlight der Great Ocean Road sind aber die Twelve Apostels, die bestimmt jedem goldschimmernd von Fotoaufnahmen bekannt sind. Als wir nach 4 Stunden Fahrt am Ort ankamen, bliess allerdings der Wind so stark, dass wir noch nicht mal die Kamera stillhalten konnten. Aufrecht gehen war ein Kunststueck und der Regen peitschte einem regelrecht ins Gesicht. Fuer die Insider: schlimmer, viel schlimmer, windiger und kaelter als an der Nordsee im Winter. Aber wir ueberlebten es. So rannten wir immer in den Regenpausen los und schossen Fotos von The Arch, Loch and Gorge und der London Bridge. Besonders lustig war die 3er-Truppe thailaendischer Lady-Boys in unserer Gruppe, die das alles in netten Outfits wie pinken Radlerhosen, rosa Jaeckchen und weissen Highheels durchstanden. Hauptsache die Haare sitzen....

25.09.07

Welcome to Melbourne

Endlich wieder Grossstadt, juhuu! Und was fuer ein Service: Karl, der in Thailand unser Tauchlehrer war und uns letztes Jahr zum Oktoberfest besuchte, holte uns vom Flughafen ab. Wie ungewohnt. Fuer die naechsten Tage duerfen wir nun in seinem Haus im Stadtteil Carlton und mit seinen 3 netten Mitbewohnern wohnen. Ganz in youngline-Manier hiess es dann Stadterkundung per Fahrrad, natuerlich mit dem hier gesetzlich vorgeschriebenen Fahrradhelm. So ging es durch die Innenstadt, vorbei an der Uni und dem Federation Square bis hin zum Botanischen Garten, wo wir eine Kaffeepause einlegten und die vielen Pflanzen bewunderten, die trotz der Jahreszeit schon bluehten. Danach fuhren Kathi und ich auf den Rialto Tower, welcher ein Observation Deck beherbergt und genossen die absolut wolkenfreie, beeindruckende Aussicht ueber diese faszinierende Stadt aus dem 58. Stockwerk. Als Kroenung gingen wir noch ein bisschen shoppen... wer haette das gedacht. Und als wir uns spaeter wieder mit Karl trafen und "zu Hause" ankamen, hatten Karl's liebe Mitbewohner Joel und Alex schon das Essen vorbereitet. Klasse. Da fuehlten wir uns wirklich gleich herzlich willkommen.

Brisbane

Diese Stadt stand eigentlich nicht auf unserer Liste, entpuppte sich aber als aeusserst schoener Ort. Mit immerhin 1,5 Millionen Einwohnern zaehlt Brisbane zu den groessten Staedten des Landes und ist die noerdlichste Grossstadt in der suedlichen Hemisphaere. Ja, genau. Was man nicht alles so lernt auf seinen Reisen. Wir hatten einen Nachmittag Zeit und schauten uns die Sehenswuerdigkeiten, wie das Rathaus, das Casinogebaeude und die Uni an, bevor wir noch ein bisschen Shoppen gingen. Leider schliessen auch hier die meisten Geschaefte schon um 5. Aber unsere Shoppingnasen fanden auch welche, die noch bis 7 Uhr aufhatten. Hierbei sei zu erwaehnen, dass in Australien grade Winter-Sale ist, also alle Wintersachen (juhuu) um oft 80 % reduziert sind! Hurra! Alles in allem ein wirklich gelungener Tag in einer ueberraschend schoenen Stadt, der von einer Nacht in einem 13-Betten-Schlafsaal gekroent wurde...

23.09.07

Fraser Island - die groesste Sandinsel der Welt

Fraser Island ist eine der Haupt-Touristenattraktionen des Landes. Schliesslich ist es ein einmaliges Naturphaenomen. Ueber Tausende von Jahren wurde hier eine riesige Sandbank von 120 km Laenge und im Durchschnitt 15 km Breite angespuelt. Ihre Beschaffenheit sieht man der Insel aber nicht an, denn sie mit ueppiger Vegetation gesegnet und besonders vielfaeltig: Regenwaelder, fast 200 Suesswasserseen, gigantische Sandduenen und das alles uebersaeht mit angenehmer Infrastruktur aus Wanderwegen, Campingplaetzen und Resorts. Der Lonely Planet schreibt sogar, dass die Insel angeblich mehr Sand fasse als die Sahara...

Naja, wir buchten eine gefuehrte Tour, da wir uns das Fahren -wohl zu Recht- nicht zutrauten. Es gibt naemlich keine richtigen Strassen auf der Insel, sondern eher schwierige Pisten. Der "Haupt-Highway" ist der 75-Mile-Beach, ein langer Strand mit starker Brandung, in dem alle paar Kilometer einer der einzigst zugelassenenen 4x4-Fahrzeuge stecken bleibt. Auch auf den "Wegen" innerhalb der Insel geht es eher ruppig zu, man befindet sich trotz Anschnallgurt oefter in der Luft als auf seinem Sitz.


Dafuer aber entschaedigt Fraser Island mit ein paar eindrucksvollen Sehenwuerdigkeiten, wie dem 60-m-hohen Aussichtpunkt Indian Head (von welchem wir Wale gesehen haben!!!), ein paar Bilderbuch-Suesswasserseen wie dem Lake McKenzie in karibischen Farben und dem Lake Wabby, einigen Wanderwegen durch den subtropischen Regenwald, knallige Blueten an Baeumen und Bueschen, bunten Sandsteinformationen entlang des 75-Mile-Beach und des voellig eingerosteten Wracks der Mohena, dass sich immer weiter in den Sand graebt. Kathi hat sogar einen der nur 70 Dingos der Insel gesehen, ausserdem gab es noch viele knallbunte Papageien und Kakadus. Schon sehenswert das alles. Da machte auch der straffe Wind und das naechtliche Gewitter nix, lagen wir doch leicht schadenfroh in bequemen Hotelbetten in einem der Resorts waehrend Hunderte Backpacker voellig durchnaesst in ihren Zelten die stuermische Nacht ueberstehen mussten....jaja.

21.09.07

Rainbow Beach

Nach so netten Orten wie Cairns und Airlie Beach (der Hafen fuer die Whitsundays), schmiss uns der Bus nun an einem nicht ganz so netten Ort raus: windig, sandig, klein und langweilig. Und zwar so windig und sandig, dass man sich am ewig langen, sehr natuerlichen Strand nicht laenger als 25 Minuten aufhalten konnte. Absoluter Strand-Negativ-Rekord fuer uns.



Eine schoene Sache hat aber auch dieser Ort: die Carlo Sandblow, eine riesige 120 Meter hohe Sandduene direkt am Strand. Sie frisst sich durch den dahinter liegenden Wald und verschlingt jedes Jahr einige Meter hiervon. Besonder schoen ist es hier zum Sonnenuntergang...


Und da in ganz Australien alle Geschaefte schon um 5 schliessen und es um 6 Uhr dunkel wird, so auch hier, hat man in einem Mini-Kaff dann so gar nix mehr zu tun. Und wenn dann auch noch das Internetcafe des Hostels um 7 Uhr schliesst....ja, dann gehen alle Backpacker geschlossen zwischen 8 und 9 Uhr schlafen. Langeweile. Kaelte. Volle Hostels. Warum die Hostels an diesem Ort so voll sind (es gibt nur 2)? Nur weil hier eine billige Backpacker-Massenabfertigung a la Neckermann nach Fraser Island statt findet. Bestimmte Reisebueroketten bieten extrem billige Self-drive-Safaries fuer Fraser an, die fuer 3 Tage nur ca. 50 Euro kosten, aber zweifelhafte Nebenkosten und Versicherungen nach sich ziehen. Gut, dass Kathi und ich das gar nicht erst gebucht hatten und so ein bisschen schadenfroh dem eigenartigen Treiben dort zusehen konnten.

20.09.07

Sailing around the Whitsunday Islands

Diese Aktion war ein echter Backpacker-, bzw. Touriklassiker, aber einer, der jeden Cent wert ist. In ganz Australien werden einem ueberall Segeltouren um die Whitsundays angeboten, auf den verschiedensten Booten, zwischen 1 und 5 Tage lang und zu den unterschiedlichsten Preisen. Ein gemeinsames Ziel aber haben alle diese Touren: den Whitehaven Beach, einer der Top3, wenn nicht der schoenste Strand weltweit! Das typische Foto, bzw. Postkarten- und Katalogmotiv kennt jeder. Es ist einfach das absolute Highlight.

Und so machten auch Kathi und Ich uns auf und buchten 2 Tage/2 Naechte auf der Siska. Unserem Budget angemessen hat das Boot eher Jugendherbergscharakter, aber der Trip wird uns unvergesslich bleiben! Nach 5 Tagen Windstille war der Wind zu unserem Glueck nun wieder aufgefrischt und so konnten wir mit stolzen 18 Knoten den Whitsundays entgegen segeln. Juhuu!!!! Wir waren ja noch nie zuvor gesegelt und so waren die ersten 10 Minuten in extremer Segler-Schraeglage etwas gewoehnungsbeduerftig, aber dann einfach nur noch ein riesen Spass. Unterdeck allerdings flog das gesamte Gepaeck unserer Gruppe durcheinander, dabei hielten wir uns aber an Deck um so bravuroeser.
Ersteinmal drei Stunden segelten wir durch das einzigartige Panorama der Whitsundays bis wir an unserem Schlafplatz fuer die Nachtankamen: durch die sattgruenen Inseln, das glasklare Wasser und unter blauem Himmel, den angenehm kuehlenden Wind staendig im Gesicht - einfach super!
Dazu im Hintergrund ein Mix aus House-, Chillout- und Backpackermusik, denn schliesslich hiess es schon zum Sundowner: it's beer o'clock. Nach 2 Schnorcheltouren am naechsten Tag, folgte dann endlich das Hightlight: wir legten quasi auf der anderen Seite des Whithaven Beaches, in der Tounge Bay an, danach folgt eine kleine Wanderung auf einen Huegel zum Hill Inlet Lookout, von wo wir diese wunderbaren Postkartenbilder machen konnten, bevor wir nun endlich am Strand unserer Traeume ankamen und baden gingen. Wie schoen. Als wir ankamen, verliessen die letzten Touristen grade den Strand und wir hatten den gesamten noerdlichen Whitehaven Beach fuer ueber 2 Stunden nur fuer uns, also fuer unsere Gruppe von 19 Leuten, aber selbst das war einfach unglaublich. Anschliessend segelte uns unser Skipper Pete und unser Segler Sammy noch einmal um die Whitsunday Island zum naechsten Schlafplatz, waehrend Kezza uns erneut ein wundervolles Abendessen brutzelte. Das war wohl fast ein perfekter Tag, bis auf unseren morgendlichen Motorschaden, den Pete aber bald beheben konnte. Sail away...

16.09.07

Kuranda - im Regenwald

Wie auch in Asien wollen wir uns ja auch diesmal wieder ein umfassendes Bild machen. Nach Stadt, Strand und Unterwasser, was fehlt da noch? Ja genau, ewiger Favorit Kathi's: Regenwald und Tiere ueber Wasser. Also, nix wie hin nach Kuranda, einem Touristenort in den regenwaldbedeckten Bergen um Cairns, in dem es die sogenannten Koala Gardens gibt, einen kleinen Zoo mit australischen Tieren.


Aber schon die Anreise dort hin ist eine Attraktion. Noerdlich von Cairns startet eine spektakulaere, 7,5 km lange Seilbahn und erklimmt die sattgruenen Gipfel bis nach Kuranda. Schweben ueber den Daechern des Regenwald mit fantastischen Ausblicken. Zwischendrin gibt es 2 Stationen, an denen man aussteigen kann, eine mit einem Rainforest Walk und eine mit Ausblick auf die bekannten Barron Falls Wasserfaelle und Regenwaldinformationszentrum - sogar auf deutsch.

Nach ca. 4 Stunden Aufenthalt im Ort, in dem es auch viele Maerkte mit unzaehligen Souveniers gibt und selbstverstaendich langer Zeit bei den ganzen Tieren, wie Krokodilen, Wallabies und Wombats (Bilder unten),faehrt man dann mit einer Art Museumseisenbahn auf einer 100 Jahre alten Strecke wieder ins Tal nach Cairns, vorbei an einigen Wasserfaellen und Aussichtspunkten. Richtig idyllisch.

Das Tollste aber waren die Tiere und deshalb hier jetzt mal einige Eindruecke davon, zum neidisch werden auch ganz suesse Koala-Bilder: