10.10.07

Sydney Sightseeing

So, das ist nun der letzte Bericht aus Australien mit den letzten Fotos einiger Sehenswuerdigkeiten von Sydney. In den vergangenen 5 Wochen haben wir unglaublich viel erlebt und wie auch schon im letzten Jahr wollen wir gar nicht mehr nach Hause. Aber keine Angst, wir werden schon zurueckkommen. 5 Wochen waren natuerlich nicht genuegend Zeit, um den ganzen Kontinent kennenzulernen, aber definitiv genug um mich zu ueberzeugen, wie schoen es hier doch ist. Und deswegen werden wohl sowohl Kathi (war ja schon vorher klar), als auch ich moeglichst bald mal wieder nach Australien reisen.



09.10.07

Kunst und Kultur in Sydney


so langsam haben wir uns ans Thema rangearbeitet und am Ende unserer Reise war nun auch Kathi von der Notwendigkeit von ein wenig Kunst und Kultur ueberzeugt.
Ganz entspannt ging es am Freitag los, mit einem wirklich tollen Konzert der australischen Rockband Birds of Tokyo im leicht alternativen Viertel Surry Hill. Die Band lieferte eine super Buehnenshow ab und riss alle Zuschauer in ihren Bann, uns auch. Absolut super Band, etwas Coldplay-artig, wir waren hellauf begeistert. Diese Band wird bald auf den Buehnen der Welt spielen, da waren wir uns einig. Weiter gings dann am Montag mit einem Besuch im Museum of Contemporary Art, fuer das wir uns aber zeitweise einer Fuehrung anschlossen, denn oft wird einem der Sinn von zerschredderten IKEA-Moebeln nicht auf den ersten Blick bewusst. Genauso wenig wie orginalgetreue anatomische Gipsabdruecke des gesamten Koerpers der Kuenstlerin. Nach der Fuehrung allerdings konnten wir uns fast schon als Kunstkenner bezeichnen, Ann war wirklich klasse. So, ich hoffe eine leichte Steigerung ist nun schon erkennbar, denn jetzt kommt der Hammer: am Montag abend sahen wir uns dann im Sydney Opera House die Erstauffuehrung von Wagners Tannhaeuser an. Ja.... genau. Sogar auf Deutsch. Und wie sich herausstellte in einer aeusserst modernen Fassung, in der Amor ein mit Tatoos ueberzogener Wicht mit schwarzem Anschnalldildo ist. Ja... genau. Und ausser der kompletten Beate Uhse-Kollektion hatten die Taenzer und Saenger erst mal nix an. Das war recht ueberraschend fuer ein Stueck, dass sich eigentlich aufs Mittelalter bezieht. Aber auch lustig. Ein Highlight war dann noch der Ausblick (siehe Foto), den wir in den 2 Pausen auf die Harbour Bridge hatten, bevor wir nach 4 Stunden (!) Auffuehrung recht erschoepft den Abend mit einem Weinchen in der Bar des Shangri-La abrundeten - mit erneuten Blick auf die Harbour Bridge, diesmal aber aus dem 32. Stock.

07.10.07

Sydney - from beach to beach

Sydney ist mit unzaehligen Straenden gesegnet, ein paar davon kann man auf dem Beachwalk von Coogee nach Bondi erwandern. Das machten wir doch gern, denn jeder dieser Straende ist anders und hat eine eigene Atmosphaere und Klientel. Coogee liegt ja nur ein paar Minuten von Luke's Haus entfernt und dann ging es ueber Clovelly Bay, Bronte Beach und Tamarama nach Bondi, wo wir uns nach 2-stuendigem Fussmarsch erstmal lecker fish+chips genehmigten und shoppten. Irgendwie fuehlt man sich hier nicht wie in einer 4-Millionen-Metropole...


05.10.07

The Alice

Frueher stand in Alice Springs bloss eine Telegrafenstation, heute ist die Stadt mit ca. 25 000 Einwohnern quasi die Metropole des Outback. Die meisten Leute bleiben aber nicht lange hier, es ist doch ein bisschen heiss und haesslich, aber lustig kann es trotzdem sein. Und so feierten wir in Alice im Bojangle's den Abschied von unserer genialen Reisegruppe, sowie den Geburtstag einer Mitreisenden, nachdem wir uns aber tagsueber noch ein wenig die Stadt vom Anzac Hill aus und den Royal Flying Doctor Service angesehen hatten. (den aelteren Semstern vielleicht noch aus der Serie "die fliegenden Aerzte" bekannt)






Am naechsten Morgen besuchten wir dann noch ein Kanguruhwaisenhaus, dass ganz hingebungsvoll von einem australischen Paaerchen geleitet wird. Denn wenn Kaenguruhmuetter auf den Highways angefahren werden, haben sie oft noch ein kleines Kaenguruhbaby im Beutel, das ueberleben kann. Allerdings nur wenn es von Menschen aufgezogen wird. Das wichtige daran ist, das Kaenguruh moeglichst schnell in einen Beutel (Kissenbezug) zu setzen und an sich zu druecken. Kaenguruhbabies brauchen naemlich ganz viele Kuscheleinheiten und da sie die gleiche Koerpertemperatur wie Menschen haben, koennen diese die Arbeit uebernehmen. Deswegen hat das Waisenhaus mit seinen bis zu 75 Babies auch viele Freiwillige, die einfach nur zum Kuscheln eingesetzt werden. Haette man nicht gedacht...

Kings Canyon

Der Kings Canyon steht so ein bisschen im Schatten einiger anderer Outback-Sehenswuerdigkeiten, hat uns aber durch seine ueber 100 m hohen Steilwaende sehr beeindruckt. Der 4-stuendige Kings Canyon Rim Walk fuehrte uns vorbei an bizarren Felsformationen und herrlichen Ausblicken, durch die Lost City und den Garden of Eden. Richtig schoen und nur ein bisschen anstrengend, so'n bisschen. Gut, dass ich meine Hoehenangst ueberwunden hab...


04.10.07

The real Outback Experience

....swagging, camping, trekking, campfires and being dusty all day long. Nach 3-stuendiger Fahrt und kurzem Stopp zum Feuerholzsammeln kamen wir auf dem Campingplatz der Kings Creek Station, einer riesigen australischen Rinder- und Kamelfarm (es gibt ueber 1 Million Kamele im Outback) an und bezogen unsere Zelte. Hier wuerden wir nun die naechsten 2 Naechte campen, unter freiem Himmel essen und jede Nacht unendlich lange den wunderschoenen Sternenhimmel beobachten. Denn so deutlich wie hier - weit weg von jeglicher Zivilisation und kuenstlichem Licht - kann man die Sterne nur selten beobachten. Und so sassen wir ums Lagerfeuer und bestaunten die Milchstrasse, das Kreuz des Suedens und die Sternbilder. Tagsueber gab's dann viele Aktivitaeten zur Auswahl, von denen Kathi und Ich uns wegen der 36 Grad und stechender Sonne doch nur fuer Kamelreiten, Trekking und am Pool liegen entschieden. Gemeinsam erwanderte unsere Gruppe dann noch den nahegelegenen Kings Canyon, bevor wir uns auf den langen Weg ueber den Stuart Highway nach Alice Springs machten. Nicht jedoch, ohne noch Dinky den singenden (und klavierspielenden) Dingo in Jim's Place (sieheVideo) gesehen und ein neugieriges Emu an einer Tankstelle angetroffen zu haben. Ist doch klar, oder?

(Dinky ist als Waisenhund zu Jim gekommen und fing auf einmal an mitzuheulen, als Jim's Toechster Klavier spielten. Das war ab dann immer so. Heute ist Dinky weltberuehmt und war Star unzaehliger Zeitungsartikel und Fernsehberichte. Dingos koennen uebrigens nicht bellen...)

02.10.07

Uluru and Kata Tjuta

Mitten im Outback, fast in der Mitte des Kontinents, wo es nur noch rote Wueste gibt, erheben sich 3 beeindruckende Naturphaenomene: der Tafelberg Mount Conner, die riesige Monolithenansammlung Kata Tjuta und natuerlich der wohl beruehmteste aller Monolithen: Uluru. Alles in Rot. Seit das Land, auf dem sich der Uluru-Kata Tjuta Nationalpark befindet Anfang der 80er Jahre wieder an seine urspruenglichen Besitzer, das Volk der Anangu, zurueckgegeben wurde, sollten die englischen Bezeichnungen Ayers Rock und the Olgas nicht mehr verwendet werden.



Lange hatten wir ueberlegt, ob wir diesen kostspieligen Ausflug ins innere des Kontinents nun unternehmen sollten oder nicht, und schon beim ersten Anblick von Uluru hatte sich jeder Cent gelohnt. Nachdem uns unsere Connections Adventures-Gruppe (sowas wie youngline, aber international) vom Flughafen abgeholt hatte, und wir uns an die trockene ca. 35 Grad warme Luft gewoehnt hatten, machten wir uns sofort auf um Kata Tjuta zu erwandern. Diese bizarre Steinformation, ca. 30 km von Uluru entfernt, besteht aus einer Vielzahl von abgerundeten Felsen und scheint sich staendig zu veraendern. Auf einer Wanderung in den Olga Gorge lernten wir dann gleich die unheimlich freundliche Gruppe besser kennen, mit der wir nun fuer die naechsten 4 Tage reisen wuerden.



Und schon stand auch das naechste Highlight auf dem Programm: sunset watching am Uluru. Das tolle an dieser Aktion ist, das man deutlich sieht, wie die Sonne, je nach Einstrahlung die Farben des Ulurus veraendert. Los geht es mit einem knalligen Orange, welches sich ueber dunkler werdende Rottoene bis in ein Kohlebraun verwandelt. Dazu ganz stilecht: Billigwein aus Plastikbechern und ein paar kleine Snacks, liebevoll vom Reiseleiter Lee serviert. Mit uns befanden sich natuerlich noch ca. 10 andere Busse am sunset viewing point, was aber die Atmosphaere dieses Spektakels nur wenig beeinflusste. Um auch nix zu verpassen, hiess es dann am naechsten Morgen: Um 04:45 Uhr Aufstehen und los zum sunrise viewing. 05:30 Abfahrt zum Sonnenaufgang um 06:21 Uhr, bei dem sich quasi das ganze Sonnenuntergangs-Szenarion rueckwaerts abspielte. Und so standen wir alle noch etwas muede mit einem Pancake in der Hand auf der anderen Seite des Uluru und freuten uns ueber erneut wuenderschoene rotleuchtende Farbspiele vor knallblauem Himmel und gelb-gruenen Wuestengraesern. Anstatt Ausruhen war nun aber Hochleistungssport angesagt. In sich schnell entwickelnder Hitze, wanderten wir in knapp 2 1/2 Stunden die 10 km um den Uluru. Der Monolith ist naemlich mit seinen 348m Hoehe und 3,6 km Laenge der zweitgroesste der Welt. Nun hatten wir ihn wirklich aus fast allen Perpektiven gesehen. Ausser von oben, denn eigentlich (!) ist das Besteigen des spirituell wichtigen Uluru von den Anangu nicht gern gesehen... aber Japaner halten sich an so was natuerlich nicht.





Uluru - Ayers Rock

Uluru zum Sonnenuntergang. Einfach nur noch atemberaubend schoen.

01.10.07

Melbourne - the city never sleeps

... und wir auch nicht in dieser einfach beeindruckenden Stadt. Da wir ja mit Studenten zusammen wohnten, erkundeten wir also ausgiebig das Nachtleben von Melbourne. Ausserdem arbeitete Lucy, die einzige weibliche Mitbewohnerin, in der Bar Percy's gleich um die Ecke, die einer Melbourner Football-Legende gehoerte, und wo wir immer Bier-Pitcher fuer 5 Dollar bekamen... und da Kathi und ich sowieso grad die heilige Wiesn verpassen, sangen wir eben in Melbourne: oans, zwoa, gsuffa! (Karl hatte uns ja letztes Jahr zur Wiesn besucht und war noch gut geuebt.

Ausserdem stand am Samstag das Sport-Gross-Ereignis des Jahres auf dem Programm: Das AFL Grand Final! Uns sagte dass erstmal auch nix, aber das ist aehnlich wie Pokalfinale, nur 10 mal so beliebt. Es spielten das Melbourne nahegelegene Geelong gegen das sich nicht im Staat Victoria befindliche Port Adelaide, weswegen natuerlich alle fuer Geelong waren. Und es geschah: waehrend Melbourne's Strassen wie leergefegt waren, brach Geelong alle Rekorde und gewann das Match mit ueber 110 Punkten Vorsprung. "We are Geelong, the greatest Team of the world".

29.09.07

All around Melbourne

Melbourne ist einfach toll, aber natuerlich gibt es auch hier in der Nahe noch eine ganze Menge Anderes zu entdecken.
Also fuhren wir zusammen mit Karl nach Phillip Island, einem Tierparadies, das uns sehr stark an Grossbritannien erinnerte. Ausserdem viel Wind, raue See, und unheimlich viel Gruen. So fuhren wir vorbei am Koala Park und besuchten dann eine Brutstaette von Moewen, die grade ganz viele Junge bei sich hatten. Ausserdem liessen wir uns natuerlich einen echt-australischen Sundowner nicht entgehen: Billig-Wein ("Goon") am Strand zu malerischem Sonnenuntergang. Das Highlight und der eigentliche Grund fuer unseren Besuch war aber die taeglich stattfindende "Penguin Parade". Denn jeden Abend kommen die Fairy Penguins, die kleinsten Pinguine der Welt, in grossen Gruppen ueber den Strand an Land gewatschelt, um hier die Nacht zu verbringen. Mit ca. 400 Schaulustigen schauten wir also begeistert den leicht verschreckten Pinguinen auf ihrem Weg in die Sandduenen zu. Teilweise waren wir bis auf 50 cm nah an ihnen dran. Wie sueeeeeeess!




Unser naechster Trip fuehrte uns dann bei Eiseskaelte, Hagel, Regen und viel Wind entlang der Great Ocean Road. Diese Strasse wurde nach dem 2. Weltkrieg dem Highway No. 1 in den USA nachempfunden und wie der Name schon sagt, direkt am Ozean gebaut. Er verband damals alle wichtigen Siedlungen miteinander und hatte vor allem die Aufgabe der Arbeitsbeschaffung. Spaeter sollte diese dann als Denkmal (groesstes Anitkriegs-Denkmal der Welt) dienen. Denn die Bauarbeiter bauten ihn auch in Erinnerung and die gefallenen Soldaten. Highlight der Great Ocean Road sind aber die Twelve Apostels, die bestimmt jedem goldschimmernd von Fotoaufnahmen bekannt sind. Als wir nach 4 Stunden Fahrt am Ort ankamen, bliess allerdings der Wind so stark, dass wir noch nicht mal die Kamera stillhalten konnten. Aufrecht gehen war ein Kunststueck und der Regen peitschte einem regelrecht ins Gesicht. Fuer die Insider: schlimmer, viel schlimmer, windiger und kaelter als an der Nordsee im Winter. Aber wir ueberlebten es. So rannten wir immer in den Regenpausen los und schossen Fotos von The Arch, Loch and Gorge und der London Bridge. Besonders lustig war die 3er-Truppe thailaendischer Lady-Boys in unserer Gruppe, die das alles in netten Outfits wie pinken Radlerhosen, rosa Jaeckchen und weissen Highheels durchstanden. Hauptsache die Haare sitzen....